Generalversammlung 2017

An der Jahreshauptversammlung 2017 zog die Bergrettung Liechtenstein im Hirschen in Eschen Bilanz. Glücklicherweise waren 2016 weniger Einsätze nötig.

«Es   gibt praktisch nichts, was es nicht gibt!» könnte man die Situationen zusammenfassen, in  denen die  derzeit 26 bergtüchtigen Frauen und Männer zum Einsatz  gelangen. Wer in Not  kommt, sich im Gebirge verletzt, oder über Tage abgängig ist, kann auf die Hilfe der Bergrettung zählen. Wie Rettungschef Norbert  Gantner in  seinem Tätigkeitsbericht an der  Jahreshauptversammlung am Freitag ausführte, ist im vergangenen Jahr die Zahl der Einsätze gegenüber dem Vorjahr etwas zurückgegangen. Es mussten 4 Personen gerettet beziehungsweise geborgen werden, hierfür leisteten 31 Bergretter insgesamt 153 Einsatzstunden. Für den Einsatz im Ernstfall bedarf es der permanenten Übung, der geeigneten Ausrüstung, der Kenntnisse in Rettungstechnik, der körperlichen Fitness sowie der Einsatzbereitschaft. Die  zahlreichen Anlässe während des Vereinsjahres waren der Förderung dieser Aspekte gewidmet. Die gute Kameradschaft, wie sie an der Versammlung spürbar war, erleichtert die Zusammenarbeit und stärkt den Einsatzwillen. Mit freiwilligen Einsätzen bei Anlässen anderer Vereine, dazu gehört  auch  am Staatsfeiertag das Abbrennen der Feuerkrone auf Tuass, konnte die Vereinskasse etwas genährt werden, so dass am Ende des Jahres ein kleiner Gewinn resultierte.  Als grosszügige Spende einer privaten Stiftung durfte die Bergrettung ein zweites, geländegängiges Fahrzeug  entgegennehmen, welches ermöglicht, die Ersteinsatzgruppe so schnell wie möglich mit dem notwendigen Material vor Ort zu bringen.

Vorstand im Amt bestätigt.
Die Wahlgeschäfte brachten keine grossen Veränderungen. Der Vereinsvorstand wurde für eine weitere Amtsperiode bestätigt und erhielt von der Versammlung viel Dank und Anerkennung. Als Ersatz für das zurückgetretene Vorstandsmitglied Daniel Ospelt wurde Martin Müller zum   Materialchef gewählt. Nebst zwei Vereinsaustritten aus beruflichen Gründen wurden David Hälg als neues Mitglied und Manuel Beck als Anwärter in den Verein aufgenommen. In Anerkennung   seiner 20-jährigen Mitgliedschaft und seinen Einsatz an vorderster Vereinsfront bedachten die   Retter ihren «Nöbi» alias Norbert Gantner mit einem originellen Geschenk.

Gute Wünsche von Partnern
Die Bergrettung arbeitet bei den Rettungseinsätzen,  bei  Übungen sowie bei der Aus- und Weiterbildung mit weiteren Institutionen, Partner- und Bergrettungsorganisationen  zusammen,  deren Vertreter der Rettungschef als Versammlungsgäste begrüssen konnte. Alois Hoop vom Amt für Bevölkerungsschutz und Daniel Brendle von der Landespolizei repräsentierten zwei  Amtsstellen, mit denen die Bergrettung eng verbunden ist. Vertreten waren weiters die Rettungshundegruppe, das Krisen Interventions-Team (KIT), die Alpine Rettung Ostschweiz, die   Bergrettung Feldkirch-Frastanz und der Liechtensteinische Alpenverein. In ihren Grussbotschaften  dankten sie für wertvolle Zusammenarbeit und entboten der Bergrettung Liechtenstein gute Wünsche. 

Quelle:Liechtensteinisches Volksblatt