Herbstübung 2014

Am Wochenende des 20 / 21.September 2014 fand die diesjährige Herbstübung statt. Die Bergretter wurden eingeladen sich um 13.30 Uhr im Depot Vaduz einzufinden. Es kam jedoch um 13.00 Uhr zu einem unerwarteten Alarm seitens der Landespolizei. Ein Fahrradfahrer sei auf der Gafuadurastrasse talwärts fahrend mit einem PW mit mehreren Insassen zusammengestossen, daraufhin seien beide Fahrzeuge über den Böschungsrand in ein Waldstück verunfallt. 

Und so begann die Übung mit Hochdruck. Die Bergrettung rückte mit rund 15 Personen Richtung Gafadura aus. Beim Eintreffen am Unfallort war schnell klar das dass keine einfache Sache wird. Ein Personenwagen lag 50 Meter unter der Strasse daneben das besagte Fahrrad. Der Biker wurde gleich gefunden und durch das erste Team versorgt. Zwei weitere Gruppen machten sich auf die Suche nach den Insassen des Autos, denn dieses wurde leer aufgefunden. Rund 200 Meter tiefer in einem Rüfebett wurden sie dann schwer verletzt entdeckt. So wurde begonnen Flaschenzüge zu bauen, dass nach der Erstversorgung die Verletzten mit Baren über die bis zu 15 Meter hohen Felsstufen durch die Rüfe wieder auf die befahrbare Strasse gebracht, und durch den Rettungsdienst in Empfang genommen werden konnten.

Nach vier Stunden war dieser Auftrag erledigt. Das Feedback der Einsatzleitung war positiv, mit dem Hinweis der für alle gilt „gebt auf lose Steine acht, dass sie nicht losgetreten werden, denn unter euch können sich Personen befinden“.

Nach der Besprechung machte sich die gesamte Truppe auf den Weg nach Gafadura. Dort gab es einen feinen z`Nacht für alle. Frisch gestärkt wurde in Teams aufgeteilt und vorbereitend für den anstehenden Tag Karte und Kompass wieder mal genau durchgearbeitet. Nach dieser Fleissarbeit schmeckte das wohlverdiente Feierabendbier und der Magnenzian noch besser.

Morgens um 7 hiess es Tagwache, frisch ausgeruht aus den Gafadurafedern mit einem Kaffee und Frühstück im Bauch wurde die Sonntags-aufgabe präsentiert. Jedes der zwei Teams bekam zehn Koordinaten die auf der Karte eruiert werden mussten. Als beide Teams wussten wo ihre Ziele waren fiel der Startschuss. So begaben sich zwei Suchtrupps unabhängig voneinander, zwischen den Raum Alpila bis hin zum Maurerberg, auf die Suche nach ihren Koordinatenpunkten. Nach fünfstündiger Jagt waren alle Punkte beider Gruppen gefunden.

Da der Chef der Bergrettung wusste, dass nun alle hungrig und durstig waren, lud er alle zu sich nach Planken ein. Auch vom Wetter verschont trafen beide Gruppen fast zeitgleich um 14.00 Uhr bei Nöbi zuhause ein.

 So wurde dann ein erfolgreiches Übungsweekend im Garten bei Wurst und Brot beendet. 

von Patrick Walser